Urlaub am Gardasee / Teil 1.

Eine Reise an den Gardasee lohnt sich immer. Das dachten wir uns auch in diesem Jahr. Unsere Idee war eigentlich, ein paar Tage ins Allgäu oder nach Tirol zu fahren. Beides sind wunderschöne Regionen. Aber dann kam uns der Gedanke, Freunde am Gardasee zu besuchen. „Wenn man in Tirol ist, hat man mehr als die Hälfte des Weges ja eh schon geschafft…“. Also begannen die Planungen für einen erneuten Trip nach Riva del Garda.

Planung des Reiseweges:

750 Kilometer ist der Weg von uns zu Hause nach Riva. Mit gut 8 Stunden Fahrtzeit mussten wir also rechnen. Das war uns, gerade für unseren Kleinen, auf direktem Wege etwas weit. Also planten wir eine Übernachtung in Imst in Tirol. 490 Kilometer sind es bis hier hin und nach 5 Stunden hat man die erste Etappe geschafft. 275 Kilometer sind es dann noch von Imst nach Riva. Noch einmal, oder besser gesagt: Nur noch drei Stunden bis zum nördlichen Gardasee. Einen Umweg von 15 Kilometer nimmt man also in Kauf. Doch die sind nicht der Rede wert.

Die Strecke:

In Österreich und Italien sind die Autobahnen kostenpflichtig. Außerdem führt uns der Weg über die Brennerautobahn, die zusätzlich noch einmal eine Gebühr kostet. Mein Tipp: Wer die Möglichkeit in der Nähe hat, sollte beispielsweise den ADAC nutzen. Hier kann man ganz in Ruhe eine Woche vor Reisebeginn die Plakette für die Maut in Österreich kaufen. Zusätzlich bucht man für die Brennerautobahn die Videomaut. Innerhalb von zwei Minuten erhält man beides beim ADAC Reisezentrum. Zusammen kostet dies 28,00€. Haltet euch bei der Brennerautobahn ganz links und fahrt einfach durch die Videomaut-Station. Das spart jede Menge Zeit und ist dazu noch ganz bequem.

Die Maut für die Autobahn in Italien haben wir direkt vor Ort gezahlt. Für alle die das noch nicht kennen: Man bekommt beim Auffahren auf die Autobahn ein Ticket und fährt wie im Parkhaus durch die Schranke. Sobald man von der Autobahn abfährt, bezahlt man am Kassenhäuschen. Achtung: Hier herrscht Staugefahr! Für den einfachen Weg zur Abfahrt Rovereto fallen somit weitere 12,80€ an.

Anreise nach Österreich:

Wir starteten Dienstags und trotz der Ferienzeit herrscht natürlich Berufsverkehr. Für uns war klar, dass wir Stuttgart gegen 7:00 Uhr hinter uns lassen wollten. Also ging es in der Früh um 05:00 Uhr los. Das hatte den netten Nebeneffekt, dass unser kleiner Passagier im Auto weiterschlief. Sowohl Stuttgart wie auch Ulm  passierten wir planmäßig. An der Raststätte „Allgäuer Tor“ machten wir unsere einzige Pause. Durch die Lautsprecher drang typische bayrische Blasmusik und die Kuhfelle verleihen einer eigentlich unspektakulären Autobahnraststätte einen gewissen Charme. Nach einem Kaffee und einer Portion Spiegelei fuhren wir weiter in Richtung Füssen und Reutte. Nachdem wir die Grenze passiert hatten, wartete der Fernpass den wir ohne Verzögerung überquerten. Um 10:00 Uhr erreichten wir unser Ziel in Imst: Das Alpenhotel Linserhof. Dieses Hotel haben wir bereits im Vorjahr besucht. Uns hat die Atmosphäre dort sehr gut gefallen. Das Restaurant ist richtig gut und wer typisch Österreichich essen möchte, ist hier sehr gut aufgehoben. Neben Wiener Schnitzel und Tiroler Gröstl gibt es auch vegetarische Gerichte oder Klassiker wie Grillteller und Cordon bleu. Einziger kleiner Nachteil am Hotel ist der fehlende Fahrstuhl. Daher unser Tipp: Wer diese Tour ebenfalls mit einem Zwischenstopp im Linserhof machen möchte, packt einfach einen kleinen Trolley-Koffer für eine Übernachtung und muss somit nicht das gesamte Gepäck in den dritten Stock tragen. Fragt nach einem Zimmer mit Seeblick und nutzt den Schwimmteich und das Schwimmbad – insgesamt kann man sich hier wirklich wohlfühlen. Da wir am nächsten Morgen schon früh weiter wollten, haben wir das Frühstück am Abreisetag verschenkt. Wer noch früher als wir ankommt, kann dafür direkt am Anreisetag das leckere Frühstücksbuffet nutzen.

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Imst:

Imst ist ein kleines Städtchen mit ca. 10.000 Einwohnern. Ein kleiner Spaziergang durch die Stadt ist nicht die schlechteste Idee. Die Kramergasse präsentierte sich in richtig schönem Licht: Knapp 100 Regenschirme dienten als origineller Sonnenschutz. Von dort aus gelangt man auch direkt in die Rosengartenschlucht, die als eine der Naturschönheiten im Raum Imst gilt. Einen Spaziergang entlang des kleine Rundwanderweges sollte man beim Stadtbesuch mit einplanen. Ansonsten ist Imst vor allem Ausflugszentrum für sportliche Aktivitäten. Von der längsten Sommerrodelbahn der Welt, dem Alpine Coaster, über Rafting in der Imster Schlucht oder dem größten Outdoorpark Österreichs, der Area47, hier ist für jeden etwas dabei. Im Nachbarort befindet sich auch die Brauerei Schloss Starkenberg die man nicht nur besichtigen kann, hier kann man auch ein Bierbad genießen. Es ist das erste Bierschwimmbad der Welt und steht bei einem meiner nächsten Besuche sicherlich auf der ToDo-Liste.

Im nächsten Teil geht es dann ganz und gar um Bella Italia. 😉

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